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Raku: Annäherung 1

Raku ist durch den Zen-Buddhismus entworfen und später im Westen modifiziert in das Ursprungsland "zurückgeflossen". 

Die Suche nach der Materialisierung einer Weltauffassung (Einfachheit, Direktheit, Spontanität, Vergänglichkeit, Präsenz, Achtsamkeit, Gelassenheit, So-Sein), schuf ein vitales Brennverfahren, in dem diese Werte und die stoffliche Metamorphose des Ton- und Glaskörpers, unter Einsatz des eigenen Körpers, mit allen Sinnen erfahren wird.

Raku: Annäherung 2

In meine Augen wirft sich die Rotglut, die Hitzebrandung, wenn ich den Ofen öffne. Jede Bewegungen zählt im Angesicht der glühenden Materie. 

Mit geschmiedeter Zange und behandschuht packe ich zart den Tonkörper. Ziehe aus den dicht gepackten, weich-erstarrten, aber lavaheißen Glaskörpern langsam das auserwählte Stück. Jeder Kontakt würde Glashäute verletzen, Verklebungen verursachen; jede Bewegung zählt. 

 

Organisches Material wird nestartig vorbereitet. Tannennadeln, Stroh oder Sägemehl, Herbstblätter oder Zeitungen, alles schreibt sich anders ein, und jede Glasur, jede Gefäßform, jede Hitzetemperatur pflegt Vorlieben.

 

Gefäß in Mulde, Stichflammen bei Sanftlandung, Feuer ersticken und warten; hören, riechen; alles spricht. Sauerstoff vielleicht dem sterbenden Feuer zurückgeben? Dem entweichenden, beißenden Rauch ausweichen und schwitzend, gerade im richtigen Augenblick, jetzt, alles mit Erde begraben. Jede Bewegung zählt..., das ist Raku.

 

Es folgt die Ausgrabung in rauchender, schwarzer Erde. Wasser, das sogleich zu kochen beginnt wenn es die Stücke empfängt. Das Waschen und Schrubben, die Freilegung aller Spuren, die Wahrheit von Verletzung und Neugeburt. Das Strahlen einer neuen Präsenz!